Energiesicherheit aus IB-theoretischer Perspektive

Die Sitzung vom 08.01.10 stand unter dem Thema Energiesicherheit. In dieser fungierten sechs Teilnehmer und Teilnehmerinnen als Experten für ein bestimmtes Land, die in „Experteninterviews“ von den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern befragt wurden. Im Anschluss an die Sitzung entstand dieses Kurzpaper im Wiki-Modul der Lehrplattform Moodle. – TH

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Überlegungen zum Film „The Fog Of War“ aus IB-theoretischer Perspektive

Der Film The Fog of War von Regisseur Errol Morris handelt hauptsächlich von den Ereignissen, die sich während Kubakrise und des Vietnamkrieges in der Zeit zwischen 1961 bis 1968 im Weißen Haus und im Pentagon abspielten. Der Film besteht in weiten Teilen aus einem monologartigen Interview des damaligen US Secretary of Defence Robert Strange McNamara,  unterlegt mit originalem Bild und Tonmaterial aus dieser Periode. Die von McNamara in seinem Buch Wilson’s Ghost: Reducing the Risk of Conflict, Killing, and Catastrophe in the 21st Century aufgestellten elf Lehren geben dem Film seine Struktur.[1]

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Die Neuen Kriege

Dieser Aufsatz wird zwei Themen behandeln. Erstens die Frage nach den Neuen Kriegen, im Fokus stehen hierbei die Begriffsbedeutung, Begriffsgenese im Zusammenhang mit der (deutschen) sozi-politischen und wissenschaftlichen Debatte und die Frage „Sind die Neuen Kriege neu“? Zweitens Fragen bezüglich asymmetrischer Kriege, die eng mit der Argumentationsfigur  Neue Kriege verknüpft sind.

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Das Iranische Nuklearprogramm

1. Historischer Kontext

1968 unterzeichnete der Iran das „Non-Proliferation Treaty“ (NPT), welches zwei Jahre später ratifiziert wurde. Der Beginn des Atomprogramms liegt in den frühen 1970er Jahren.

Als es 1979 zur islamischen Revolution kam, die in der Gründung der Islamischen Republik Iran gipfelte, wurde das Atomprogramm (im weiteren mit „AP“ abgekürzt) gestoppt. Eine Begründung lieferte der damalige geistliche Führer Ayatollah Khameine’i, der nukleare Waffen aus religiösen und Vernunftsgründen ablehnte.[1]

Mit der Revolution entwickelte sich der Iran von einem engen Verbündeten zu einem der größten Opponenten der USA, was im weiteren Verlauf zu einem ausschlaggebenden Punkt für die Überlegungen über ein nationales AP werden sollte.[2]

Im Zuge des Iran-Irak Krieges, der von 1980 bis 1988 beide Nationen in Atem hielt, wurde das AP wieder aufgenommen. Dabei spielte vor allem der Einsatz von chemischen und biologischen Waffen durch Saddam Hussein eine wesentliche Rolle.

Gerade die USA waren stets bemüht, die iranischen Anstrengungen zu behindern. Nachdem Deutschland und China ihre Zusammenarbeit mit dem Iran, aufgrund des Drucks durch die USA abbrechen mussten, steht, mit kurzer Unterbrechung, Russland dem Iran bis heute zur Seite.

Während der 1990er Jahre trat das iranische AP in den Hintergrund. Themen wie Terrorismus, chemische Waffen und Korruption überlagerten es fast vollständig. Als 2002 das AP wieder in den Fokus geriet, war die Weltöffentlichkeit überrascht von den Errungenschaften des Irans.  Beängstigend war die Selbstständigkeit des Irans bezüglich des nationalen nuklearen Programms. Somit wären externe Proliferationsmaßnahmen ohne Wirkung.[3]

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Proliferation von Massenvernichtungswaffen

Geschichte der Atomwaffen in Kürze und aktueller Stand

Nuklearwaffen sind eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Nachdem das deutsche Reich niedergerungen war, schafften es die USA die Atombombe fertigzustellen. Der Einsatz gegen Japan stellte im August 1945 die Gefechtstauglichkeit unter Beweis. Die Vernichtungskraft der Waffe baute eine Machtposition auf, die auch andere Großmächte haben wollten. Daher führten die UdSSR 1949, Großbritannien 1952, Frankreich 1960 und China 1964 erfolgreiche Tests durch und zählten fortan zu den Nuklearmächten. An diesem Punkt setzte sich die Einsicht durch, dass eine unkontrollierte Proliferation zu große Gefahren berge und die UNO entschied sich 1968 den Non-Proliferation Treaty (NPT) abzuschließen, der die bisherigen Nuklearmächte als legale festschrieb. Außerhalb dieses Vertrages eigneten sich jedoch Israel (wahrscheinlich in den 1960ern), Indien 1974, Pakistan in den 1980ern und vor kurzem nach eigenen Aussagen Nord-Korea Atomwaffen an.

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Politische Kultur und deutsche Außen- und Sicherheitspolitik

In Anlehnung an den Vortrag vom 11.12.2009 im Seminar „Aktuelle Probleme der Sicherheitspolitik“ sollen im Folgenden die Inhalte und Ergebnisse des Vortrages, durch einige Aspekte ergänzt, zusammenfassend erläutert werden. Hierzu findet eine Trennung zwischen der theoretischen Darstellung des Analyseansatzes der „Politischen Kultur“ und dem exemplarischen Bezug auf die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik statt. Weiterlesen

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„Securitization“

In dem nachfolgenden Aufsatz werde ich mich mit dem Thema „Securitization“ im Kontext der internationalen Sicherheitspolitik auseinandersetzen.

Entwickelt wurde die Theorie in den 1990er Jahren von der sog. Kopenhagener Schule, die sich um Autoren wie Barry Buzan und Ole Waever konstituiert (Williams 2003: 511).

Die konzeptionelle Position dieses Ansatzes in den Schemata der Theorien der Internationalen Beziehungen lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Am stärksten ist die securitization-Theorie im (Sozial-)Konstruktivismus verankert, bezieht sich aber auch teilweise auf den Neoinstitutionalismus und interessanterweise auf die realistische Tradition von Carl Schmitt. Diese letzte Verbindung werde ich später genauer thematisieren, da diese Verwurzelung die Theorie deutlich von anderen konstruktivistischen Ansätzen unterscheidet (Williams 2003: 514f.).

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