Monatsarchiv: November 2009

Demokratischer Frieden – Eine unzuverlässige Theorie

Dieses Kurzpaper unterzieht die Theorie vom demokratischen Frieden bzw. deren Abwandlung durch Owen einer kritischen Betrachtung. Strittig sind vor allem definitorische und kausale Probleme.

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Zur Kritik am Konzept des Demokratischen Friedens

1. Einleitung

Die wichtigste These der Theorie des demokratischen Friedens – Demokratien führen niemals Krieg gegeneinander – wurde in den letzten Jahren mit viel Zuspruch, aber auch mit viel Kritik bedacht. Konsens sowohl unter den Befürwortern als auch unter den Kritikern besteht darüber, dass sich nur sehr wenige militärische Konflikte zwischen Demokratien finden lassen. Kontrovers diskutiert wird allerdings die Frage, wie die Theorie das eingetretene Ergebnis erklären kann. Manche Wissenschaftler sehen die Strukturen und Institutionen innerhalb demokratischer Staaten als entscheidenden Faktor, andere begründen den demokratischen Frieden eher normativ und mit demokratischen politischen Kulturen. Diese zentralen Kontextfaktoren außenpolitischer Gewaltanwendung erheben den Anspruch, die Kausalmechanismen, die hinter dem Phänomen des demokratischen Friedens stecken, erklären zu können.

In dem vorliegenden Paper soll, nachdem kurz die Grundsätze der Theorie des demokratischen Friedens skizziert wurden, anhand des Fallbeispieles der anglo-amerikanischen Krise von 1861 dargestellt werden, dass die beiden Erklärungsansätze – das politische System und die politische Kultur demokratischer Staaten – nicht den Verlauf der Krise erklären können. Das Ergebnis dieser Krise – die Verhinderung des Ausbruchs eines militärischen Konfliktes – scheint auf den ersten Blick die Theorie zu bestätigen. Wichtig bei der Betrachtung der anglo-amerikanischen Krise ist allerdings die Frage nach dem Warum. Hier wird im Verlauf der vorliegenden Arbeit aufgezeigt, dass weder das politische System noch die politische Kultur demokratischer Staaten die entscheidenden Ursachen für die Verhinderung des Krieges waren. Der Theorie des demokratischen Friedens werden somit die grundlegenden Erklärungsansätze entzogen.

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Zusammenfassung zur Unipolarität

I. Ausgangslage

Seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes, und damit verbunden der bipolaren Weltordnung, stellt sich die Frage, wie sich fortgesetzte Kooperation und Ausbleiben der alten Balance-of-Power-Politik erklären lassen.

Klassischerweise gilt die Unipolarität im Neorealismus als die instabilste Form internationaler Ordnung, folglich sagte dieser nach dem Ende der Blockkonfrontation eine Rückkehr zum multipolaren System voraus.

Zwanzig Jahre später scheint sich allerdings an der hegemonialen Stellung der USA wenig geändert zu haben.

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Allianztheorie des Neorealismus

1. Einleitung

Das vorliegende Paper greift die Thematik der 4. Sitzung des Seminars „Aktuelle Probleme der Sicherheitspolitik“ auf und setzt sich in diesem Rahmen mit der Allianztheorie des Neorealismus auseinander.

Das Paper ist in zwei Themenschwerpunkte gegliedert. Als Erstes werden die theoretischen Grundlagen des Neorealismus mit den daraus resultierenden Kooperationshindernissen und –chancen dargelegt. Als Zweites folgt die Betrachtung von Balancing- und Bandwagoning-Allianzen nach Walt, welche abschließend einer fundierten Kritik unterzogen werden.

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Offense-Defense-Balance und das Sicherheitsdilemma

1. Einführung

Die Entstehung internationaler Konflikte steht seit jeher im Mittelpunkt der internationalen Beziehungen. Vor allem im Bereich der Sicherheitspolitik haben sich Autoren verschiedenster theoretischer Richtungen hiermit auseinandergesetzt. Besonderen Anteil an der wissenschaftlichen Debatte leisten Wissenschaftler der Realistischen Schule.[1] Robert Jervis entwickelte mit der Offense-Defense Balanceeine Theorie, die sich dem Mächtegleichgewicht während des Kalten Krieges analytisch nähert und erklären kann, weshalb dieser Konflikt nicht eskalierte. Weiterhin beansprucht diese Theorie für sich aufzeigen zu können, wie schwierig es damals wie heute war und ist, defensives und offensives Verhalten voneinander unterschieden zu können.

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Kommentar und Seminarplan

Veranstaltungskommentar

Die bipolare Weltordnung des Ost-West-Konfliktes war weitestgehend durch eine dominierende Konfliktlinie gekennzeichnet. Mit seinem Ende vor rund 20 Jahren prophezeiten verschiedene Autoren wahlweise eine Wiederkehr zwischenstaatlicher Kriege und alter Machtpolitik auf globaler Ebene, während andere – versinnbildlicht in der Formel vom „Ende der Geschichte“ – eine friedlichere Zukunft anbrechen sahen.

Beide Erwartungen haben sich indes nicht erfüllt. Die neue Weltordnung zeichnet sich vielmehr durch eine Reihe neuer Bedrohungen und Konfliktarten – wie etwa Staatenzerfall, transnationalen Terrorismus und die Proliferation von Massenvernichtungswaffen – aus und führt zu einem neuen Verständnis des Begriffs „Sicherheit“. Dies stellt nicht nur neue Anforderungen an die sicherheitspolitischen Akteure, sondern auch an die wissenschaftliche Durchdringung dieser Phänomene.

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