Die Neuen Kriege

Dieser Aufsatz wird zwei Themen behandeln. Erstens die Frage nach den Neuen Kriegen, im Fokus stehen hierbei die Begriffsbedeutung, Begriffsgenese im Zusammenhang mit der (deutschen) sozi-politischen und wissenschaftlichen Debatte und die Frage „Sind die Neuen Kriege neu“? Zweitens Fragen bezüglich asymmetrischer Kriege, die eng mit der Argumentationsfigur  Neue Kriege verknüpft sind.

Am Beginn soll eine Dekonstruktion des Begriffes Neue Kriege stehen. Das Adjektiv neu suggeriert etwas grundsätzlich anderes, jedoch definiert sich das Neue nur durch das Alte,. Daher ist für unser Verständnis des Neuen das Alte unabdingbar. Wie Anna Geis beschreibt[1] ist gerade die Frage  der genutzten Definition des Krieges essentiell für die Debatte um die Neuartigkeit der „Neuen Kriege„.  Jedoch ist der Krieg ein semantisches Chamäleon, das sich einer allgemein gültigen, präzisen Definition entzieht.

Die binäre Codierung in Alt und Neu versucht, wie andere Typologien auch, diese Problematik  zu bewältigen. Neben der Unterscheidung in alte und neue Formen des Krieges existiert auch eine temporale Komponente, diese impliziert, dass zu einem gewissen Zeitpunkt ein fundamentaler Wandel stattgefunden haben muss. Daher ist die Frage nach den  Neuen Kriegen ebenso eine  Parabeldiskussion, wie wir sie bei Begriffen wie Postmoderne oder Postdemokratie[2] finden. Nicht umsonst werden die neuen Kriege auch als post-moderne oder prä-moderne Kriege bezeichnet[3]. Eine vergleichbar ereignisorientierte Argumentation finden wir häufig in historischen Diskussionen.

Die Militärgeschichte ist voll von scheinbaren Epochenbrüchen, „neuen“ Kriegen und Military Revolutions. Von den Söldnerheeren  über die  stehen gebliebenen Heere[4] und später der livèe en masse zum Zeitalter des industrialisierten Volkskrieges und dem Gespenst des Atomaren Ausrottungskrieges[5]. Eine solch progressive und lineare Interpretation der Kriegsgeschichte sollte jedoch mit angemessener Vorsicht betrachtet werden.

Für eine nähere Aufschlüsselung des Begriffes werde ich  kurz auf dessen  Genese und die – besonders in Deutschland – geführte wissenschaftliche und sozio-politische  Debatte eingehen. Bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass die Wurzeln des Diskurses bis  Beginn der 90er zurück reichen.  Bis zu dessen Ende, fungierte der Kalte Krieg und der drohende konventionelle und/oder nukleare Schlagabtausch, als Projektionsfläche für die Vorstellungen von künftig geführten Kriegen. Nach 1945 war Das Zeitalter der Bombe[6] im Allgemeinen aber für Deutschland im Besonderen prägend für Politik, Öffentlichkeit und  Wissenschaft, und für den Umgang und der Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Krieges.

Der Verweis auf Francis Fukuyamas The End of History and the New Man[7], in dem er Anfang der 1990er Jahre etwas voreilig das Ende der Geschichte verkündete, scheint im Zusammenhang mit den Neuen Kriegen zum guten Ton zu gehören. Denn trotz aller Euphorie gab es zu diesem Zeitpunkt schon gegensätzliche Stimmen. Diese sahen vielmehr das Ende einer der großen Erzählungen der (westlichen) Moderne gekommen, das Ende des Staates. Der Diskurs um die Neuen Kriege ist erstens ohne die Debatte über failed bzw failing states kaum zu verstehen, zweitens sind beide bis heute eng miteinander verbunden. Wenn man so möchte, stellt die Frage nach failing states das metatheoretische Korsett dar, in dem die Diskussion um die Neuen Kriege stattfindet.

Einer der prominentesten Vertreter dieser These ist der israelische Militärhistoriker Martin van Creveld. 1991 erschien The Transformation of War[8], das, als es 1998 in Deutschland erschien den bezeichnenden Namen „Die Zukunft des Krieges“ trug. Van Crevelds Diagnose für den Archetypen des zukünftigen Krieges  waren düster. Krieg würde nicht mehr die alleinige Domäne des Staates sein, sondern nicht-staatliche Gewaltakteure würden zusehends das staatliche Gewaltmonopol herausfordern und letztendlich bliebe dem  Staat nur noch das Führen von Rückzugsgefechten.

Die Hauptakteure dieser sog. low-intensity conflicts, sollten nun mehr private Gewaltakteure, wie Warlords, Guerillas, kriminelle Banden, ethnisch oder religiös motivierte Milizen oder Terroristen, sein. Georg Elwert prägte später für das  entstehende Machtvakuum den Begriff der gewaltoffenen Räume bzw. des Gewaltmarktes.[9] Trutz von Trotha bezeichnete diese Perpetuierung von Gewaltförmigkeit sehr treffend als neo-hobbsche Kriege. [10]

An van Crevelds Thesen entfaltete sich eine breite wissenschaftliche und politische Debatte. Die Geschehnisse auf dem Balkan, in Ruanda, Teilen Asiens und Südamerikas schienen seine Thesen zu bestätigen. Der zweite Golfkrieg wurde ex post als anachronistisches Ereignis interpretiert, als ein letztes Aufbäumen des konventionellen, zwischenstaatlichen Krieges.

Sukzessive bahnte sich die Debatte um das neue Kriegsbild auch seinen Weg nach Deutschland. Das neue sicherheitspolitische Engagement der Bundesregierung in den Konflikten auf dem Balkan brachte den Krieg wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Herfried Münkler sah bereits 1999 die Notwendigkeit, trotz der Vergangenheit, den Krieg wieder zu denken. Hans Joas griff später den Vorwurf der Negation des Krieges bezüglich der deutschen Sozialtheorie auf. [11]

Herfried Münkler, der sich schon seit Mitte der 1990er Jahre mit dem Krieg und seiner theoretischen Reflexion und Bedeutung  befasste, schaffte es, Elemente der schon länger schwelenden Debatte um die Neuen Kriege geschickt aufzunehmen und in der sozio-politischen Debatte in Deutschland zu platzieren. Die Anschläge des 11. September fungierten als weitere Katalysator und schienen die Wahrnehmung eines eklatanten militär-politischen Epochenbruches zu verstärken. Teile der intellektuellen und politischen Elite griffen den Sachverhalt auf und versuchten Sinn in den Geschehnissen zu finden denen sie gewahr wurden. Erhard Epplers Privatisierung der Gewalt[12], das im gleichen Jahr erschien wie Münklers Die Neuen Kriege[13] (eine Anlehnung an Mary Kaldor[14]), setzt die Entwicklungen in Bezug zu den Verwerfungen der Globalisierung. Hans Magnus Enzensberger, der schon 1996 über den „molekularen Bürgerkrieg“[15] philosophierte, und nach dem 11. September zu dem Schluss kam, dass die Taten der „Schreckens Männer“[16] den Beginn des 21. Jahrhunderts prägen würden. Diese drei Männer könnten unterschiedlicher nicht sein. Münkler der Wissenschaftler, Eppler der Politiker und Enzensberger der linke Intellektuelle, doch eines haben sie gemeinsam, sie versuchten zu verstehen, was sich seit 1990 auf der Welt abspielte und schließlich in den Anschlägen des 11. September 2001 seinen Kulminationspunkt fand. Sie versuchten Sinn und Struktur in das Chaos aus scheinbar sinnloser, irrationaler Gewalt zu bringen. Die Wahrnehmung von Gewalt ist eines der zentralen Elemente der Debatte um die Neuartigkeit der Neuen Kriege.

Gewalt ist das zentrale Element des Krieges und zwar jedes Krieges, doch schien die Gewaltförmigkeit in den Neuen Kriegen mit einer der großen (wissenschaftlichen) Metaerzählungen zu brechen, wie sie Norbert Elias in Prozess der Zivilisation[17] aufgestellt hat; der zunehmenden Hegung der Gewalt. Diese Vorstellung prägte lange Zeit auch die sozialwissenschaftliche Forschung in Deutschland und führte zu einer Pathologisierung von Gewalt, als eine Abweichung von der Norm der Gewaltlosigkeit.

Zygmunt Bauman diagnostiziert in Dialektik der Ordnung[18] der Moderne eine inherente Gewalttätigkeit oder um mit Harald Welzer zu sprechen, Gewalt ist immer eine menschliche Handlungsmöglichkeit[19]. Die Debatte beschäftigte nicht nur Gesellschaft und Politik, sondern  auch die Wissenschaft. Gerade an dem Adjektiv neu entbrannte eine kontroverse Auseinandersetzung mit dem Begriff Neue Kriege, die über das ganze Spektrum der Sozialwissenschaften geführt wurden.

Anna Geis destilliert in ihrer Analyse fünf Variablen heraus, die die Neuartigkeit  unterstreichen sollen und die Unterscheidung in Alte und Neue Krieg ermöglichen. In der nachstehenden Tabelle habe ich diese noch einmal aufgeführt.

Gewaltakteure Sukzessive Entstaatlichung der Kriege. Warlords, Narcoterroristen. Organisierte Kriminalität etc. –> Die Intervention von außen durch staatliche bzw. nichtstaatliche Akteure erhöhen die Komplexität der Konfliktsituation.
Gewaltmotive Durch die Entstaatlichung wird der Konflikt zunehmend entpolitisiert. Ökonomische Interessen treten in den Vordergrund und überlagern die politischen Motive weitestgehend.[20] Die stärkere Ausrichtung an ökonomischen Interessen für letztendlich dazu, dass die Konfliktsituation endemisch wird, die Grenze zwischen Krieg und Frieden verschwimmt.
Gewaltmittel und -strategien Die Kriegsführung in den Neuen Kriegen zeichnet sich durch eine Entmilitarisierung und Entzivilisierung und in diesem Sinne einer Enthegung der Gewalt aus. Asymmetrische Taktiken und das Nichtbeachten von internationalen Regularien des Krieges heben einerseits die Unterscheidung von Kombattanten und Nicht-Kombattanten auf, andererseits wird entgrenzte Gewalt als strategisches Instrument genutzt.[21]
Gewaltökonomie Gewaltunternehmer kommerzialisieren zunehmend die Gewalt. Es entsteht eine sog. Gewaltmark oder Bürgerkriegsökonomie. Durch die Schattenglobalisierung ist diese eng an den globalen Mark angebunden Der stete Strom von finanziellen Mitteln lässt den Konflikt weiter schwelen. Das Entstehen solcher ökonomischer Verflechtungen führt zu einer Entterritorialisierung des Konfliktes. [22]
Gewaltfolgen Dieses neue Kriegsbild führt letztendlich dazu, dass die Neuen Kriege, nicht nur länger dauern, sondern aufgrund ihrer endemischen Natur und der Art und Weise wie sie geführt werden, besonders unter der Zivilbevölkerung und insgesamt für die gesellschaftliche Struktur des Landes erhebliche und langfristige Konsequenzen zeitigen.

Für jede dieser Variablen würde eine historische Analyse ergeben, dass sie nicht wirklich neue Phänomene darstellen. An dieser Stelle möchte ich den ersten Teil abschließen. Doch zuletzt muss ich noch die Frage beantworten ob die Neuen Kriege wirklich neu sind. Ich möchte an dieser Stelle mit Erst Bloch und seiner Denkfigur der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen argumentieren. Ich glaube, dass eine binäre Codierung in alt und neu wenig sinnvoll ist. Die Grundbedingung für das Verständnis von Krieg liegt darin, sich in seiner Analyse dieser Ungleichzeitigkeit anzunehmen. Damit gelingt es die theoretische und begriffliche Verengung des Krieges als Akt von Staaten aufzubrechen, und das Denken über den Krieg aus dem eurozentrischen Korsett des Westfälischen Systems zu befreien. Dieses könnte auch für die Lösung der nun im zweiten Teil angesprochenen Problematik der Asymmetrischen Kriege hilfreich sein.

Der zweite Teil soll die asymmetrische Kriegsführung skizzieren. Klaus-Peter Lohman[23] destilliert insgesamt fünf grundlegende Asymmetrien heraus, diese sind:

  • das klassische Ungleichgewicht der Kräfte
  • die unterschiedliche Entschlossenheit und Motivation
  • die unterschiedliche Legitimation oder Staatlichkeit
  • die unterschiedliche Qualität der eingesetzten Mittel, sowie
  • eine Diskrepanz in den angewandten Methoden

Die zwei folgenden Zitate greifen Lohmans grundlegende Asymmetrien auf und sollen gleichzeitig weiter unterstreichen, dass asymmetrische Konflikte kein Phänomen des 21. Jahrhunderts sind

„When ever a regular army finds itself engaged upon hostilities against irregular forces, or forces which in their armament, their organization, and their discipline are palpably inferior to it, the conditions of the campaign become distinct from the conditions of  modern regular warfare […] The conduct of small wars is in fact in certain aspects an art by itself, diverging widley from what is adapted to the conditions of regular warfare.”[24] (Callwell 1896)

„This same contradiction between necessary means and desired ends is to be found in all modern guerrilla wars. Exploitation of the dilemma is , in fact, the key to the whole guerrilla strategy.“ [25] (Taber 1965)

Die Quintessenz ist, dass oftmals eine Diskrepanz besteht zwischen, um es mit Carl von Clausewitz zu sagen, Zweck, Ziel und Mittel. Die eingesetzten militärischen Mittel sind unzureichend oder konterkarieren gar den anvisierten politischen Zweck. Rupert Smith spricht hier von der „Utility of Force“[26]. Die Frage nach der Nützlichkeit von militärischer Gewalt um einen politischen Zweck zu erreichen ist das Herzstück der Beziehung von Politik/Militär, und somit der Knackpunkt jeder militärischen Strategie. Colin S. Gray definiert Strategie als „the use made of force and the threat of force for the ends of policy”[27].  Speziell in asymmetrischen Konflikten ist die Frage nach der Nützlichkeit bzw. der Art und Weise militärischer Gewalt sehr schwer und nur im Kontext zu beantworten, weshalb historische Beispiele bei strategischen Überlegungen nur begrenzte Nützlichkeit besitzen.

Die Natur des asymmetrischen Krieges ist jedoch stets gleich geblieben; der überlegenen militärischen Macht des Gegners keine Angriffsfläche zu bieten und somit diese ins Leere laufen zu lassen.[28] Die Strategie besteht vielmehr darin, dass gezielt versucht  wird auf andere Dimensionen der Strategie[29] des überlegenen Gegners Einfluss zu nehmen. Nicht zuletzt deshalb hat der  Begriff des 4GW[30] in letzter Zeit erneut Popularität erfahren. Die theoretischen Überlegungen hinter dem Begriff 4GW (Fourth Generation Warfare) greifen eben dieses Phänomene auf und setzten es in Bezug zu einer breiteren strategischen Debatte.

Die These lautet, dass über die letzten ca. 50 Jahre eine Evolution der irregulären, asymmetrischen Kriegsführung stattgefunden hat, dass die irregulären Akteure in einem  stetigen Lernprozess herausgefunden haben, wie sie gezielt die Schwächen des Gegners in einzelnen Dimensionen der Strategie ausnutzen können. Man könnte es auch im Stil  Liddell Harts als Form des „indirect approach“[31] verstehen. Die direkte Konfrontation wird umgangen, direkter Einfluss auf die Politik vermieden, sondern versucht diesen über den Umweg der Öffentlichkeit (Öffentlichkeit verstehe ich in diesem Sinne als Nexus verschiedener synergetisch verbundener Variablen) zu erwirken.

Gerade dieser Punkt stellt für demokratisch verfasste Staaten, in denen erstens Kriege legitimiert werden müssen und zweitens diese Legitimation in einen dauerhaften Aushandlungsprozess aufrecht erhalten werden muss, vor signifikante Probleme. Dies ist ein Grund dafür warum sich bis heute hartnäckig der Mythos hält, dass der Vietnamkrieg  letztendlich an der Heimatfront verloren wurde und nicht im Dschungel Indochinas, gegen die Bevölkerung und irregulären/regulären Einheiten und Verbände Nord- und Südvietnams.

Krieg ist immer der Wettstreit zweier Willen, Krieg ist immer Interaktion, die Schwächen des Anderen werden gezielt zum eigenen Vorteil genutzt. So stellt sich abschließend die Frage, wie kann man diese Kriege gewinnen?

„The fact that no state military has recently succeeded defeating a nonstate enemy reminds us that Clio, the patron goddess of history, has a sense of humor; she teaches us that not all problems have solutions.“[32]


[1] Geis, Anna (Hg.) (2006): Den Krieg überdenken. Kriegsbegriffe und Kriegstheorien in der Kontroverse in: ders. (Hg.) (2006): Den Krieg überdenken. Kriegsbegriffe und Kriegstheorien in der Kontroverse. 1. Aufl. Baden-Baden: Nomos (Schriftenreihe der Sektion Politische Theorien und Ideengeschichte in der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft, 6).

[2] Crouch, Colin; Gramm, Nikolaus (2008): Postdemokratie. Dt. Erstausg., 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Edition Suhrkamp, 2540).

[3] Hoch, Martin (2002): Die Rückkehr des Mittelalters in der Sicherheitspolitik. In: WeltTrends: Zeitschrift für internationale Politik und vergleichende Studien, Jg. 35, S. S. 17 – 34.

[4] Burkhardt, Johannes (2003): Der Dreißigjährige Krieg. Erstausg., 1. Aufl., [Nachdr.]. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Edition Suhrkamp Neue historische Bibliothek, 1542 = N.F., 542).

[5] Trotha, Trutz von (1999): Formen des Krieges. Zur Typologie kriegerischer Aktionsmacht. In: Neckel, Sighard; Schwab-Trapp, Michael (Hg.): Ordnungen der Gewalt. Beiträge zu einer politischen Soziologie der Gewalt und des Krieges. Opladen: Leske+Budrich, S. 71–95.

[6] Salewski, Michael (1995): Das Zeitalter der Bombe. Die Geschichte der atomaren Bedrohung von Hiroshima bis heute. Orig.-Ausg. München: Beck (Beck’sche Reihe C. H. Beck Wissen, 1103).

[7] Fukuyama, Francis (2006): The end of history and the last man. [New ed.]. New York, NY: Free Press.

[8] Van Creveld, Martin L (1991): The transformation of war. New York: Free Press [u.a.].

[9] Elwert, Georg (1997); Gewaltmärkte – Beobachtung zur Zweckrationalität der Gewalt; in Trotha, Trutz von; Soziologie der Gewalt; Sonderheft 37 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie; 1997

[10] Trotha (1999): Formen des Krieges

[11] vgl. Joas, Hans (2000): Kriege und Werte. Studien zur Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts. 1. Aufl. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft. Joas, Hans; Knöbl, Wolfgang (2008): Kriegsverdrängung. Ein Problem in der Geschichte der Sozialtheorie. Orig.-Ausg., 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft, 1912).

[12] Eppler, Erhard (2002): Vom Gewaltmonopol zum Gewaltmarkt? Die Privatisierung und Kommerzialisierung der Gewalt. 1. Aufl., Orig.-Ausg. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Edition Suhrkamp, 2288).

[13] Münkler, Herfried (2004): Die neuen Kriege. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verl. (rororo sachbuch, 61653).

[14] Kaldor, Mary (2007): Neue und alte Kriege. Organisierte Gewalt im Zeitalter der Globalisierung. Aktualisierte Neuausg., 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Suhrkamp Taschenbuch, 3869 : Suhrkamp Globalisierung). Die englische Originalausgabe erschein 1999 unter dem Titel Old and New Wars

[15] Enzensberger, Hans Magnus (1996): Aussichten auf den Bürgerkrieg. 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Suhrkamp-Taschenbuch, 2524).

[16] Enzensberger, Hans Magnus (2006): Schreckens Männer. Versuch über den radikalen Verlierer. Orig.-Ausg., 1. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Edition Suhrkamp, Sonderdruck).

[17] Elias, Norbert (1998): Über den Prozeß der Zivilisation: soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen. Frankfurt/M.: Suhrkamp.

[18] Bauman, Zygmunt (2002): Dialektik der Ordnung. Die Moderne und der Holocaust. Hamburg: Europ. Verl.-Anst. (Eva-Taschenbuch, 105).

[19] Welzer, Harald (2008): Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird. 3. Aufl. Frankfurt am Main: Fischer.

[20] Für eine ökonomische Interpretation der Motive vgl. Collier, Paul; Hoeffler, Anke (2004): Greed and grievance in civil war. In: Oxford Economic Papers, Jg. 56, S. 563–595.; Cramer, C. (2002): Homo Economicus Goes to War: Methodological Individualism, Rational Choice and the Political Economy of War. In: World Development, Jg. 30, H. 11, S. 1845–1864.; Ross, Michael L. (2004): What Do We Know About Natural Resources and Civil War? In: Journal of Peace Research, Jg. 41, H. 3, S. 337–356.

[21] vgl. für die Wahrnehmung der „barbarischen“ Gewalt z.B. Ignatieff, Michael (2000): Die Ehre des Kriegers. In: ders. (Hg.): Die Zivilisierung des Krieges. Ethnische Konflikte, Menschenrechte, Medien. Hamburg: Rotbuch Verl., S. 138–205. Für eine kritische Betrachtung der Barbarisierungs-These siehe u.a. den Sammelband  Kalyvas, Stathis N; Shapiro, Ian (Hg.) (2008): Order, conflict, and violence. Cambridge: Cambridge Univ. Press.

[22] Eine gute Einführung in die Thematik bietet u.a. Frech, Siegfried; Trummer, Peter I (2005): Neue Kriege. Akteure, Gewaltmärkte, Ökonomie. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verl. (Basisthemen Politik).

[23] Lohman, Klaus-Peter (2004): Zur Entwicklung der modernen Kriegsführung – Grundlegende Asymmetrien und eine mögliche Strategie in: Schröfl, Josef; Pankratz, Thomas (2004): Asymmetrische Kriegführung – ein neues Phänomen der internationalen Politik? 1. Aufl. Baden-Baden: Nomos Verl.-Ges.

Für einen weiterführenden Überblick siehe auch: Schröfl, Josef; Pankratz, Thomas; Micewski, Edwin (2006): Aspekte der Asymmetrie. Reflexionen über ein gesellschafts- und sicherheitspolitisches Phänomen. 1. Aufl. Baden-Baden: Nomos-Verl.-Ges.; Münkler, Herfried (2006): Der Wandel des Krieges. Von der Symmetrie zur Asymmetrie. 1. Aufl. Weilerswist: Velbrück Wiss.

[24] Callwell, Charles E (2003): Small wars. Their principles and practice. 3. ed. s. l.: Bison Books.

[25] Taber, Robert (2002): War of the flea. The classic study of guerrilla warfare. Washington, DC: Brassey’s.

[26] Smith, Rupert (2008): The utility of force. The art of war in the modern world. 1. Vintage Books ed. New York: Vintage Books.

[27] vgl. Gray, Colin S. (2002): Strategy for chaos : revolutions in military affairs and the evidence of history / Colin S. Gray. London: Cass.; Gray, Colin S. (2007): War, peace and international relations : an introduction to strategic history. London: Routledge.

[28] Für eine umfassende Auseinandersetzung siehe: Freudenberg, Dirk (2008): Theorie des Irregulären. Partisanen, Guerillas und Terroristen im modernen Kleinkrieg. (Springer-11776 /Dig. Serial]). Online verfügbar unter http://dx.doi.org/10.1007/978-3-531-90851-9.

[29] Eine Aufschlüsselung der Frage nach den Dimensionen der Strategie würde an dieser Stelle zu weit führen. Für eine Gegenüberstellung von relevanten Dimensionen der Strategie von Carl von Clausewitz, Michael Howard und Colin S Gray siehe Gray 2002 – Strategy for chaos

[30] Lind, William S. et. al. (Oktober 1989): The Changing Face of War: Into the Fourth Generation. In: Marine Corps Gazette, S. 22–26. Hammes, Thomas X (2006): The sling and the stone. On war in the 21st century. St. Paul, MN: Zenith Press. Hammes, Thomas X. (2009): How will we fight? In: Orbis, Jg. 53, H. 3, S. 365–383. Für eine differenzierte strategische Diskussion siehe: Fleming, Colin M. (2009): New or Old Wars? Debating a Clausewitzian Future. In: The Journal of Strategic Studies, Jg. 32, H. 2, S. 213 — 241; Horowitz, Michael; Shalmon, Dan A. (2009): The Future of War and American Military Strategy. In: Orbis, Jg. 53, H. 2, S. 300–318.

[31] Liddell Hart, Basil Henry (1991): Strategy. [the classic book on military strategy]. 2. rev. ed. New York, NY: Meridian.

[32] Lind, William S. (September/Oktober 2004): Understanding Fourth Generation War. In: Military Review, S. 12–16.

05.01.10, AS

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kurzpaper

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s