Archiv der Kategorie: Liberalismus

Energiesicherheit aus IB-theoretischer Perspektive

Die Sitzung vom 08.01.10 stand unter dem Thema Energiesicherheit. In dieser fungierten sechs Teilnehmer und Teilnehmerinnen als Experten für ein bestimmtes Land, die in „Experteninterviews“ von den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern befragt wurden. Im Anschluss an die Sitzung entstand dieses Kurzpaper im Wiki-Modul der Lehrplattform Moodle. – TH

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Frieden durch Institutionen

Institutionalismus in den internationalen Beziehungen

Die Wahrung des internationalen Friedens mittels Institutionalisierung der zwischenstaatlichen Beziehungen ist keine Vorstellung moderner sicherheitspolitischer Überlegungen, sondern viel mehr eine Idee, die so alt ist wie die moderne Staatenwelt selbst. Seit dem Aufkommen der ersten Friedenstheorien hat sich eine Vielfalt an internationalen Institutionen im Bereich der institutionalisierten Sicherheits- und Friedenspolitik entwickelt. Im Rahmen bestehender überstaatlicher außen- und sicherheitspolitischer Strukturen sind unterschiedliche Typen solcher Institutionen erkennbar geworden. Neben den klassischen internationalen Organisationen sind hierbei die internationalen Netzwerke und Ordnungsprinzipien sowie die internationalen Regime zu erwähnen. Diese dienen vor allem der kurz- und längerfristigen Konflikt- und Krisenprävention, dem Konfliktmanagement und der Konfliktbeilegung, der politischen und militärischen Sicherung und Wiederherstellung des Friedens, der Konfliktnachsorge, der Friedenskonsolidierung und der Versöhnung zwischen Konfliktparteien.

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Frieden durch Interdependenz

1. Definitionen des Begriffes der Interdependenz und dessen Differenzierungen

Der Begriff Interdependenz bedeutet wechselseitige Abhängigkeit. Der Begriff wird sowohl weit als auch eng gefasst. Erstere umfasst alle Funktionen eines Staates, die zweite nur die zentralen Funktionen eines Staates, wie z.B. die Sicherheitspolitik.

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Demokratischer Frieden – Eine unzuverlässige Theorie

Dieses Kurzpaper unterzieht die Theorie vom demokratischen Frieden bzw. deren Abwandlung durch Owen einer kritischen Betrachtung. Strittig sind vor allem definitorische und kausale Probleme.

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Zur Kritik am Konzept des Demokratischen Friedens

1. Einleitung

Die wichtigste These der Theorie des demokratischen Friedens – Demokratien führen niemals Krieg gegeneinander – wurde in den letzten Jahren mit viel Zuspruch, aber auch mit viel Kritik bedacht. Konsens sowohl unter den Befürwortern als auch unter den Kritikern besteht darüber, dass sich nur sehr wenige militärische Konflikte zwischen Demokratien finden lassen. Kontrovers diskutiert wird allerdings die Frage, wie die Theorie das eingetretene Ergebnis erklären kann. Manche Wissenschaftler sehen die Strukturen und Institutionen innerhalb demokratischer Staaten als entscheidenden Faktor, andere begründen den demokratischen Frieden eher normativ und mit demokratischen politischen Kulturen. Diese zentralen Kontextfaktoren außenpolitischer Gewaltanwendung erheben den Anspruch, die Kausalmechanismen, die hinter dem Phänomen des demokratischen Friedens stecken, erklären zu können.

In dem vorliegenden Paper soll, nachdem kurz die Grundsätze der Theorie des demokratischen Friedens skizziert wurden, anhand des Fallbeispieles der anglo-amerikanischen Krise von 1861 dargestellt werden, dass die beiden Erklärungsansätze – das politische System und die politische Kultur demokratischer Staaten – nicht den Verlauf der Krise erklären können. Das Ergebnis dieser Krise – die Verhinderung des Ausbruchs eines militärischen Konfliktes – scheint auf den ersten Blick die Theorie zu bestätigen. Wichtig bei der Betrachtung der anglo-amerikanischen Krise ist allerdings die Frage nach dem Warum. Hier wird im Verlauf der vorliegenden Arbeit aufgezeigt, dass weder das politische System noch die politische Kultur demokratischer Staaten die entscheidenden Ursachen für die Verhinderung des Krieges waren. Der Theorie des demokratischen Friedens werden somit die grundlegenden Erklärungsansätze entzogen.

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