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Politische Kultur und deutsche Außen- und Sicherheitspolitik

In Anlehnung an den Vortrag vom 11.12.2009 im Seminar „Aktuelle Probleme der Sicherheitspolitik“ sollen im Folgenden die Inhalte und Ergebnisse des Vortrages, durch einige Aspekte ergänzt, zusammenfassend erläutert werden. Hierzu findet eine Trennung zwischen der theoretischen Darstellung des Analyseansatzes der „Politischen Kultur“ und dem exemplarischen Bezug auf die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik statt. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Konstruktivismus, Kurzpaper

Normen und Normierung des Krieges

1. Einleitung zum Konstruktivismus

Der Konstruktivismus kann im Rahmen der internationalen Politik nicht als eigenständige Theorie verstanden werden. Vielmehr liefert er einen alternativen und ergänzenden Erklärungsansatz zur neorealistischen und neoliberalen Theorie.

Eine Anarchie im klassischen Sinne existiert im Konstruktivismus nicht. Die Beziehungen der Staaten werden durch gemeinsame Identitäten, Normen und Regeln bestimmt und somit ein Chaos auf internationaler Ebene verhindert. Deshalb auch der berühmte Titel von Alexander Wendt: „Anarchy is what states make of it“. Eine wichtige Rolle spielt, im Hinblick auf Chaosverhinderung, die Idee des „Power of Practice“.

Hierbei werden auf nationaler Ebene sozial etablierte Praktiken reproduziert und auf internationaler Ebene angewendet. Das heisst, dass sich ein Staat auf internationaler Ebene genauso verhalten wird wie er es auch auf nationaler Ebene tut. Dieses ganze Konzept ermöglicht Staaten eine Prognose über die Handlungen anderer Staaten zu treffen, was natürlich die Unsicherheit im internationalen System enorm senkt.

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